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Die neuen Vorstände DI Ralf Sammeck (li) und RA Christopher Kessler (r)
Die neuen Vorstände DI Ralf Sammeck (li) und RA Christopher Kessler (r)

Hauptversammlung verabschiedet mit großer Mehrheit Neuausrichtung
Programm zur Neuausrichtung bestätigt – Zwei weitere Vorstandsmitglieder ernannt

Der Aufsichtsrat der KBA-Mödling AG hat in seiner außerordentlichen Sitzung am Freitag, 24. Januar, das konzernweite Programm zur Neuausrichtung der Koenig & Bauer-Gruppe und insbesondere die an den österreichischen Standorten Mödling und Ternitz vorgesehenen Maßnahmen eingehend beraten und der Hauptversammlung zur Genehmigung vorgelegt. Die anschließende außerordentliche Hauptversammlung stimmte dem Programm mit großer Mehrheit zu.

Nachhaltiger Strukturwandel

Das Marktumfeld für die Geschäftsaktivitäten der KBA-Gruppe hat sich nachhaltig verändert. Der Wandel weg von Print- hin zu elektronischen Medien wird auch in Zukunft weiter fortschreiten. Die Konsequenzen für die Druckindustrie und deren Auslastung sind bekannt. Ein Ende dieses Schrumpfungsprozesses ist nicht abzusehen und erfordert daher ein entschiedenes und konsequentes Handeln für den Gesamtkonzern. Nur so kann die Gruppe insgesamt das Kerngeschäft auf langfristig wirtschaftlich gesunde Beine stellen, Wachstumskräfte für Zukunftsmärkte reisetzen und die Weichen für eine nachhaltige Ertragsverbesserung stellen.

Unternehmensprogramm „fit(at)all"

Über die letzten Monate hat der Vorstand der Muttergesellschaft Koenig & Bauer
AG ein Programm entwickelt, das unter dem Titel „fit(at)all" eine Reihe von Maßnahmen
zur langfristigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität des
KBA-Konzerns enthält. Neben der erforderlichen Anpassung des Kerngeschäfts an
die veränderten Absatzmärkte stand dabei die Frage der Wachstumsperspektiven
von KBA insgesamt im Vordergrund. Die KBA-Gruppe soll sich durch einen
schnellen und radikalen Wandel hin zu einem dezentral organisierten und
hochflexiblen Druckmaschinenkonzern entwickeln, der neben seinem Kerngeschäft
vor allem profitable Spezialmärkte besetzt. Dies soll die Grundlage für eine
hohe Wettbewerbsfähigkeit und stabile Zukunftsperspektiven in Zeiten des
Medienwandels schaffen.

NeuesStandortkonzept

Das verabschiedete Programm sieht auf Basis eines ganzheitlichen Standortkonzepts
für den Konzern die Verlagerung von ausgewählten Fertigungs- und Montageaufgaben
mit Personalanpassungen an den fünf europäischen Standorten Würzburg, Radebeul,
Frankenthal, Mödling (Österreich) sowie in Dobruška (Tschechien) vor. Ein
weiteres Ziel ist die Reduzierung der standortübergreifenden Komplexität und
der damit verbundenen Kosten durch die stärkereKonzentration von Produktbereichen auf einzelne Standorte. Die rückläufigenUmsätze in fast allen wesentlichen Geschäftsbereichen haben dazu geführt, dass der KBA Konzern strukturelle und personelle Überkapazitäten aufweist. Darüber hinaus bestehen an den Standorten teilweise vergleichbare Fertigungs- und Montagebereiche, die in wenigen Kompetenzzentren zusammengefasst werden sollen.

Vor diesem Hintergrund wurde heute u. a. beschlossen, die Produktionskompetenz im
Bereich Bogenoffsetmaschinen zukünftig im sächsischen Werk Radebeul zu
konzentrieren. Dazu gehören neben der Fertigung einschlägiger Komponenten die
komplette Montage der Bogenoffsetaggregate (Unterbau, Druck- und Lackwerke,
Anleger, Auslagen, Greifer, Duktoren etc.) und deren Zusammenführung zu produktionsfähigen Maschinen. In diesem Zusammenhang sollen die Fertigung und Montage der Anleger und Unterbauten für Bogenoffsetmaschinen von Mödling nach Radebeul verlagert werden. Hinzu kommt die Verlagerung der Anleger für Wertpapiermaschinen aus Mödling und die Verlegung der Zylinderbeschichtung aus dem Werk Ternitz nach Sachsen. Dagegen sollen die bisher in Mödling montierten Wertpapiermaschinen im österreichischen Werk verbleiben.

Die vorgesehene Umstrukturierung beinhaltet zudem eine Reduzierung der
Wertschöpfungstiefe an den einzelnen Standorten mit einer stärkeren Konzentration
auf Kernkomponenten. Kapitalintensive Bearbeitungsmaschinen werden damit besser
und wirtschaftlicher ausgelastet. Die Kostenstruktur aller Standorte wird
deutlich verbessert, die Kapazitätsauslastung der Standorte schneller erreicht
und die vorhandenen Kernkompetenzen konzernweit gebündelt. Mit diesen Maßnahmen ist eine Personalanpassung an allen Produktionsstandorten verbunden, die an die Erfordernisse eines deutlich kleineren Druckmaschinenmarktes angepasst ist. Nur so kann eine ausreichende Auslastung der Beschäftigten und die langfristige Ertragskraft des Unternehmens sichergestellt werden.

Im Rahmen des Gesamtkonzepts entfallen auf die beiden österreichischen Standorte
bis zu 460 von konzernweit bis zu 1.500 betroffenen Stellen. An den deutschen
und tschechischen Standorten hat KBA in den vergangenen Jahren angesichts der
Marktentwicklung bereits über 2.000 Stellen abgebaut. Die österreichischen
Standorte blieben aufgrund des weniger konjunkturabhängigen Wertpapiergeschäfts
bisher von derartigen Anpassungsmaßnahmen weitgehend verschont. Nach den
Beschlüssen des Aufsichtsrats und der Hauptversammlung der KBA-Mödling AG
können nunmehr die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen über
sozialverträgliche Vereinbarungen im Rahmen der Umsetzung des Programms geführt
werden.

Künftig dreiköpfiger Vorstand bei KBA-Mödling AG

Um den bisher allein amtierenden Vorstand Leopold Achatz bei der Umsetzung des
konzernweiten Programms „fit(at)all" zu unterstützen und den Abstimmungsprozess
mit den deutschen KBA-Standorten zu erleichtern, hat der Aufsichtsrat der
KBA-Mödling AG die Herren Ralf Sammeck und Christopher Kessler zu weiteren
Vorständen der KBA-Mödling AG bestellt. Ralf Sammeck (51) leitet als Vorstandsmitglied der Muttergesellschaft das Produkthaus Bogenoffsetmaschinen am Standort Radebeul. Christopher Kessler (50) leitet als Prokurist und Justitiar des Unternehmens den Bereich Recht am Stammsitz in Würzburg. Leopold Achatz wird den Vorstandsvorsitz übernehmen.

Das Management und der Aufsichtsrat der KBA-Mödling AG sind sich ihrer Verantwortung für die Belegschaft bewusst und bedauern die notwendigen tiefen Personaleinschnitte.Die verabschiedeten Maßnahmen sind aber zwingend erforderlich, um die Strukturkosten im Konzern signifikant abzusenken und die Zukunft des KBA Konzerns samt der verbleibenden gut 4.500 Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern.

 

 

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