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Inkjet-Anlage KBA RotaJET mit über 1,60 m Papierbahnbreite
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Neunmonatsbericht der Koenig & Bauer AG (KBA)

Umsatzplus mit positiven Ergebnis- und Finanzzahlen

--- Umsetzung von Fit(at)All kommt gut voran --- Mit 8,5 % mehr Konzernumsatz auf Kurs --- Labiles Marktumfeld belastet Neugeschäft --- Operatives Ergebnis und EBT positiv --- Starker Cashflow und hohe Liquidität --- Vorstand bekräftigt Jahresziele 2014 --- Konzernumbau soll Ertragslage nachhaltig verbessern

Der weltweit zweitgrößte Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer AG (KBA) hat im dritten Quartal bei der Umsetzung seines Fit(at)All-Programms und der Erreichung seiner Umsatz- und Ergebnisziele für 2014 deutliche Fortschritte gemacht. Der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten legte um 8,5 % auf 791,8 Mio. € zu. Auf der Ertragsseite führten der Mehrumsatz, das erweiterte Servicegeschäft und die erreichten Kostenentlastungen zu einem um rund 18 Mio. € verbesserten Betriebsergebnis von +7,0 Mio. €. Das Vorsteuerergebnis (EBT) nach neun Monaten erreichte +1,2 Mio. € gegenüber –16,3 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis nach Steuern von –2,3 Mio. € entspricht einem anteiligen Ergebnis je Aktie von –0,12 €. In den Folgequartalen erwartet der Vorstand durch Fit(at)All sukzessive eine weitere Kostenentlastung mit positiven Ergebniseffekten.  

Das wirtschaftliche Umfeld in wichtigen Schwellenmärkten und in Teilen Europas hat sich verschlechtert. Die Folgen der Finanzkrise sind nicht überwunden. Militärische Auseinandersetzungen und die Sorgen um Ebola führen zu gedämpften Zukunftserwartungen und bremsen das Neugeschäft. Insgesamt unterschritt der Auftragseingang im Konzern mit 668,7 Mio. € den Vorjahreswert (709,6 Mio. €) um 5,8 %, allerdings mit unterschiedlicher Intensität in beiden Geschäftsbereichen. Während im Segment Bogenoffsetmaschinen aufgrund eines guten dritten Quartals der Auftragseingang in den ersten neun Monaten mit 449,9 Mio. € nur um 1,9 % unter dem Vorjahr blieb, sanken die Bestellungen bei Rollen- und Sondermaschinen gegenüber 2013 um 12,9 % auf 218,8 Mio. €. Neben dem weit unter den niedrigen Erwartungen bleibenden Neugeschäft mit Rotationsanlagen für den Zeitungs- und Akzidenzdruck gingen auch im Banknotendruck trotz vieler Projekte neue Aufträge nur zögerlich ein. Entsprechend war der Auftragsbestand im Konzern Ende September mit 437,4 Mio. € deutlich niedriger als vor zwölf Monaten (2013: 627,7 Mio. €).

Positive Segmentergebnisse

Der Umsatz im Geschäftsbereich Bogenoffsetmaschinen stieg um 6,5 % auf 406,3 Mio. € gegenüber 381,4 Mio. € im Vorjahr. Der Umsatzzuwachs, Einsparungen und leicht bessere Preise führten zu einem positiven Betriebsergebnis von +2,8 Mio. € (2013: –7,8 Mio. €). Bei Rollen- und Sondermaschinen ließen höhere Erlöse im Wertpapier- und Spezialverpackungsdruck den Umsatz im Vergleich zu 2013 (348,5 Mio. €) um 10,6 % auf 385,5 Mio. € wachsen. Trotz der schwachen Auslastung der Rollenstandorte verbesserte sich das Segmentergebnis auf +4,2 Mio. € gegenüber –2,9 Mio. € im Vorjahr.

Exportquote über 85 Prozent

Mit 85,3 % erreichte die Exportquote einmal mehr einen hohen Wert. Ins europäische Ausland gingen 35,8 % der Lieferungen (2013: 25,2 %). Die Auslieferungen in den früher dominierenden KBA-Markt sind um 54,2 % gewachsen. Der Umsatzanteil der Vertriebsregion Asien/Pazifik lag aufgrund der konjunkturellen Abschwächung in China mit 24,2 % unter dem Vorjahr (28,9 %). Nordamerika trug mit 10,1 %, Lateinamerika und Afrika mit 15,2 % zum Konzernumsatz bei.

Starker Cashflow

Der operative Cashflow war durch die Ergebnisverbesserung und niedrigere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 32,9 Mio. € deutlich positiv, obwohl die Kundenanzahlungen gesunken und liquide Mittel für den Stellenabbau abgeflossen sind. Der Vorstand sieht darin eine Bestätigung seiner Bemühungen, das Working Capital zu reduzieren. Der um fast 19 Mio. € über dem Vorjahr liegende freie Cashflow von 21,0 Mio. € ließ die liquiden Mittel auf 204,0 Mio. € ansteigen. Nach Abzug der auf 19,3 Mio. € reduzierten Bankschulden verbleibt eine komfortable Nettofinanzposition von 184,7 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt 23,7 %.  

Beschäftigtenzahl weiter gesunken

Zum 30. September 2014 beschäftigte die KBA-Gruppe 5.930 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 429 Auszubildende bzw. Praktikanten. Ohne Berücksichtigung des Fachkräftenachwuchses, freigestellte, befristete und Beschäftigte in Altersteilzeit sowie ohne die neu konsolidierten Gesellschaften KBA-Kammann und KBA-Flexotecnica sank die Mitarbeiterzahl um 445 auf 4.907. Mit der weiteren Umsetzung unseres Fit(at)All-Programms soll die Beschäftigtenzahl bis 2016 unter 4.500 fallen.  

Prognose für 2014

Trotz der politischen Konflikte und eingetrübten Konjunkturerwartungen hält das Management an seinen Zielen für 2014 fest. Im Neunmonatsbericht bestätigt der Vorstandsvorsitzende Claus Bolza-Schünemann den Ausblick für 2014: „Bei KBA ist derzeit im Hinblick auf die nachhaltige Sicherung der Profitabilität des Unternehmens vieles im Umbruch. Dennoch werden wir aus heutiger Sicht im laufenden Geschäftsjahr einen Konzernumsatz von etwas über 1 Mrd. € und zumindest ein ausgeglichenes Konzernergebnis vor Steuern (EBT) erreichen. Nach den hohen Rückstellungen im Jahresabschluss 2013 erwarten wir im Abschluss des laufenden Jahres nur begrenzte ergebniswirksame Sonderaufwendungen für Fit(at)All. Dagegen werden sich die Entlastungen aus den durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen bemerkbar machen.“  

Neben den bereits erreichten Erfolgen beim Ausbau des Servicegeschäfts soll die Ausweitung der Aktivitäten in Wachstumsmärkten wie dem Digital- und Spezialverpackungsdruck zur Stärkung der Ertragslage im Konzern beitragen.

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